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Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

Nachricht 16. Februar 2020

„ ... dass du das Größte für mich bist!“ 
Am Sonntag, dem 16. Februar, stellten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Matthäus- und Thomasgemeinde in der Matthäuskirche den beiden Gemeinden vor. Das Thema des Gottesdienstes waren die unterschiedlichen Gaben und Eigenschaften, die jede und jeder von uns haben. Im Anspiel wurde mit einer Schaufensterpuppe deutlich gemacht, dass kein Körperteil allein ohne die anderen überleben kann. Wie in dem antiken Gleichnis, das schon in den römischen Ständekämpfen zwischen Patriziern und Plebejern im 4. Jahrhundert v.Chr. erzählt wurde, rebellierten der Mund, die Füße, die Augen und die Hände gegen den angeblich faulen Magen und traten in den Streik. Nur um kurze Zeit später festzustellen, dass sie ohne Magen immer schwächer wurden und nichts mehr machen konnten. So – das war der eine Teil der Botschaft – ist es auch in menschlichen Gemeinschaften, dass jede und jeder irgendwie gebraucht wird und wertvoll ist. Dazu passte auch das Lied der Sportfreunde Stiller, das die Konfis zusammen mit Diakon Herlyn und den jugendlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einstudiert hatten: „Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist.“ Das war sicher vielen Eltern aus dem Herzen gesprochen, für die ihre Kinder, die am 26. April in der Matthäuskirche bzw. am 10. Mai in der Thomaskirche konfirmiert werden, immer das Größte sind. Aber das wäre nur der eine Teil der Botschaft. Der andere lautet: Auch mit unseren Schwächen dürfen wir zu Gott kommen, wir dürfen so sein, wie wir sind, dürfen uns aber auch durch ihn verändern lassen. „Bei dir“, so heißt es in einem anderen Lied, das im Gottesdienst gesungen wurde, „muss ich nicht so bleiben, wie ich bin.“ Den Konfirmandinnen und Konfirmanden, den jugendlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Diakon Kimm Herlyn und Pastor Matthias Groeneveld einen herzlichen Dank für diesen schönen Gottesdienst!

Friedemann Neuhaus