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Ostern 2021: Passions-Stationenweg

Nachricht 11. April 2021

„So konnten wir Ostern doch noch in die Kirche“

Zum zweiten Mal „Corona -Ostern“. Wie kann man Passion begehen und Ostern feiern? Wie kann man das, was damals in Jerusalem geschehen ist, nachvollziehbar und erlebbar machen – unter Abstandsgebot und Hygieneregeln? Diakonin Bettina Ley war sich sicher, es geht, wenn man nur will. Dafür hat sie in der Kirche einen Stationenweg aufgebaut, der vom Einzug nach Jerusalem bis zur Auferstehung den Weg der Passion Jesu mit allen Sinnen nachvollziehbar machte. Eindrucksvolle Kulissen und Requisiten ließen die ausgestellten Bilder und Texte lebendig werden. Wer selbst nicht lesen wollte oder konnte, hatte die Möglichkeit, sich die Texte mithilfe des Smartphones vorlesen zu lassen oder zusammen mit Bettina zu beten. Kinder und Erwachsene konnten aber auch selbst aktiv werden: Sich freuen beim Einzug nach Jerusalem mit passenden Stickern, oder Notizen über das, was einen gerade froh stimmt, mit Petrus die Verleugnung Jesu betrauern und beim Kreuz die eigenen Sorgen, Ängste und Befürchtungen auf kleine Zettel schreiben und ans Kreuz heften. Viele machten davon in berührender Weise Gebrauch.
Ein Ostergarten als Auferstehungsstation bildete den Abschluss des Stationenwegs. Die Samenkörner zum Einsäen wuchsen über die zwei Wochen zu einem grünen Blumenkasten heran, Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod. Wer wollte, konnte sich hier von Bettina den Segen zusprechen lassen. Viele Besucherinnen und Besucher wählten die besondere Erfahrung.

Das Gästebuch am Ende des Rundgangs ist Zeugnis der Dankbarkeit für diese Möglichkeit, die Karwoche und Ostern so sinnlich und nachdenklich wahrzunehmen: „Danke, mehr kann ich nicht sagen. Ich bin total mitgenommen.“ – „Eine wunderbare Ausstellung, vielen Dank dafür!“ – „Vielen Dank! So konnten wir Ostern doch noch in die Kirche!“ Das sind nur einige der zahlreichen Stimmen in dem Gästebuch.

Auch wenn die Matthäusgemeinde die Gottesdienste nicht ausgesetzt hatte, war dieser Passionsstationenweg eine gute Alternative für alle, die nicht an Gottesdiensten teilnehmen konnten oder wollten. An den 15 geöffneten Tagen besuchten etwa 200 Personen den Passionsstationenweg, darunter die KiTa- und Hortgruppen, die Pastor Groeneveld eingeladen und begleitet hat. An Spenden kamen 342,19 € für die Kinder- und Jugendarbeit zusammen. Die entstandenen Kosten (u.a. für Requisiten und zusätzliche Hygienemassnahmen) übernahm der Förderverein der Matthäusgemeinde.

Ein herzliches Dankeschön an Bettina Ley und alle, die ihr bei der Aufsicht sowie beim Auf- und Abbau geholfen haben.

Text und Fotos: Friedemann und Brigitte Neuhaus